Virtuelles Training und Lerntypen: Welches Format passt zu mir?
Bei der Auswahl der richtigen Lernmethode sollte nicht nur auf betriebliche Gegebenheiten, sondern auch auf individuelle Lernbedürfnisse Rücksicht genommen werden. Je nach Lerntyp Ihrer Mitarbeiter stellt sich der Lernerfolg eher bei interaktiven 2-Wege-Schulungen oder vorab aufgezeichneten 1-Weg-Schulungen ein. Diese Lerntypen lassen sich hierbei grundsätzlich unterscheiden:
Auditiver Lerntyp
Auditive Lerntypen lernen sehr gut über das Hören. Mündlichen Vorträgen können sie besonders gut folgen und sich die Informationen leicht merken. Videokurse und Audioformate sind hervorragend für diesen Lerntyp geeignet und das Lernen via Self-Study funktioniert in der Regel sehr gut.
Visueller Lerntyp
Visuelle Lerntypen lernen gerne mit Grafiken und Bildern. Virtuelles Training funktioniert dann gut, wenn diese regelmäßig zum Einsatz kommen – egal ob bei der 1-Weg- oder der 2-Wege-Methode.
Haptischer oder fühlender Lerntyp
„Learning by doing“ ist die Devise aller haptischen Lerntypen: Sie lernen gerne , indem sie ausprobieren und anfassen. Lerninhalte, die zum Mitmachen einladen, sind ideal und Mitschreiben ist hilfreich, um sich Lerninhalte besser merken zu können. Tipp: Das Gelernte direkt in die Praxis umsetzen. Für haptische Lerntypen eignet sich virtuelles Coaching mit einem Trainer am besten.
Kommunikativer Lerntyp
Kommunikative Lerntypen begreifen Sachverhalte am besten durch die Interaktion mit anderen. Gruppenarbeit, die Diskussion mit anderen und die Möglichkeit, Fragen zu stellen, sind für diesen Lerntypen sehr wichtig. 2-Wege-Schulungen sind deshalb optimal, aber auch interaktive Videos eignen sich gut.
Ob haptischer, visueller, kommunikativer oder auditiver Lerntyp: Für den schnellen Lernerfolg ist es grundsätzlich wichtig, sich vor Beginn des virtuellen Trainings einen guten Überblick über den Ablauf und das Format zu verschaffen. Außerdem sollten Sie darauf achten, dass das Level des Kurses auf den Wissensstand der Teilnehmer abgestimmt ist. Wer über ein hohes Grundwissen verfügt, wird sich in einem Grundlagenkurs schnell langweilen. Umgekehrt führt die Wahl eines zu hohen Levels bei geringem Vorwissen zu Überforderung und die Teilnehmer schalten ab. Vor der Auswahl eines Sprachkurses können Sie zum Beispiel einen Einstufungstest zur Hilfe ziehen, um das richtige Wissenslevel der Teilnehmer zu ermitteln.